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Zuchtablauf
Nahezu ideale Zuchtkäfige sind Kunststoffboxen, die sich gegebenenfalls
mit einem Trenngitter noch einmal unterteilen lassen. Diese früher nur von der Firma
Joko hergestellten Zuchtboxen lassen sich hervorragend reinigen und desinfizieren.
Sie sehen bei nur wenig Pflege auch nach Jahren noch fast „wie neu“aus. Durch das
Trenngitter läßt sich ein beim Brüten störender Hahn zeitweise abtrennen oder während
das Weibchen bereits auf den zweiten Gelege sitzt, füttert der Hahn die ausgeflogenen
Jungen im abgetrennten Boxenteil weiter.
Für die Zuchtboxen verwende ich Vorsatzgitter mit Nesttür, vor die ich dann
Kunststoffkaisernester mit herausnehmbarer Nestschale hänge.
Die Schublade der Zuchtbox lege ich mit dem Bogen einer Zeitung aus, deren Format
genau hineinpaßt. Darauf kommt als Einstreu Buchenholzgranulat.
Ein Gemisch aus feinem Grit, Holzkohle, zerstoßenen Eierschalen, Klaus-Grit-
Stein und Vitakalk steht den Vögeln ständig zur Verfügung.
Das Zuchtpaar sollte aus einem intensiven, kurzfiedrigen und einem nicht intensiven,
längerfiedrigem Partner bestehen. Aus Tierschutzrechtlichen Gründen ist die Verpaarung
intensiv x intensiv untersagt. Welcher der Partner intensiv und welcher nicht intensiv
ist, sollte belanglos sein, doch wird von vielen Züchtern berichtet, daß aus der
Verpaarung nicht intensiv x intensiv mehr intensive Jungvögel fallen.
Wenn das Weibchen zu legen beginnt, ersetze ich das erste Ei durch ein Kunstei
und bewahre die ersten drei Eier in der Schulade eines Kleinteilemagazins auf
Körnerfutter liegend auf. Nachdem das Weibchen das vierte Ei gelegt hat, lege ich
die ersten drei Eier wieder dazu. Den Tag, an dem ich das Gelege „gesetzt“ habe,
notiere ich mir in einem Kalender.
Am Abend vor dem errechneten Schlupftermin (Setztag plus 13) biete ich dem Kanarienpaar
Aufzuchtfutter an.
Sobald die Jungen auf dem Rücken befiedert sind, stelle ich die Nestschale auf dem
Käfigboden in ein Rohrstück (10er PVC Abflußrohr) und gebe reichlich neues Nistmaterial
in den Käfig. So kann das Weibchen in der neuen Nestschale des Kaisernestes das neue
Nest beginnen. Der Hahn hat die bettelnden Jungen ständig vor Augen und beteiligt sich
stärker an der Fütterung. Gut fütternde Hähne sollte man sich unbedingt gut merken!
Mir haben Hähne schon 10 Tage alte Junge allein großgefüttert.
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